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Kerstins Begegnungen mit Gott
Hallo, ich bin Kerstin und möchte einen Teil meiner Geschichte erzählen. Ich fang in der Mitte meines Lebens an zu berichten. Nach meinem 19. Geburtstag erfuhr ich, dass ich ein Baby erwartete. Damals machte ich ein diakonisches Jahr im Mutterhaus in Elbingerode. Ich wollte irgendwie Gott immer näher kommen. Ich bin aus meinem Elternhaus geflüchtet, nachdem ich drei Suizide hinter mir hatte. ABER über diese Geschichte möchte ich noch nicht schreiben. Im Diakonissenmutterhaus erfuhr ich viel Liebe, Wärme Geborgenheit. All das kannte ich zuvor nicht. Damals überlegte ich auch Diakonisse zu werden und mein Leben so Jesus zu schenken. ABER, wie ich schon erwähnte, ich war schwanger. Erwartete also ein Baby. Es ist auch eine Sünde unehelich ein Kind zu bekommen. Mein damaliger Freund war Seefahrer und so trank er sehr viel Alkohol. Er war nicht immer lieb zu mir. Ich lernte auch nie kennen, dass ein Mann überhaupt nett, freundlich oder lieb zu einer Frau sein muss. So dachte ich immer, das es normal ist. Irgendwie stand ich mit mir und meinem Winzling im Bauch alleine da. Magersüchtig war ich auch noch. Was nun? Eine Abtreibung kam für mich niemals in Frage. Das Kind soll zur Welt kommen. ABER ob ich es danach behalten werde oder in fremde Hände geben werde, dies wusste ich auch noch nicht? Ich hatte nichts. Keine eigene Wohnung. Keine Babysachen. Kein Geld. Keine Eltern, die mir hätten helfen können. Zuerst schwieg ich und machte meine Arbeit weiter im Mutterhaus. Aber dies konnte ich nicht lange verheimlichen. Mir ging es so schlecht, dass mich die Diakonissen zum Arzt drängten. Sie waren sehr behutsam und verwöhnten mich mit Kuchen und sonst noch Leckerchen. ABER ich ekelte mich so vor Essen. Meine Magersucht versuchte ich ja auch irgendwie zu verbergen. So kam das Essen immer wieder rückwärts aus mir heraus. Ich musste aber Essen drin behalten, da mein heranwachsendes Baby Nahrung brauchte. Da ich es nicht mehr steuern konnte, lies ich es so wie es gerade war. Versuchte trotz allem meine Arbeit immer gut zu machen. Ich bekam einen Schonplatz. Mein kleiner Babybauch wuchs. Es war ein sehr kleiner Bauch. Eines Tages, im 7. Monat meiner Schwagerschaft, bekam ich starke Bauchschmerzen und Krämpfe. Ich dachte, dass das die Wehen wären. ABER ich hatte noch keine Senkwehen zuvor. Und das Baby ist doch noch viel zu klein und schwach, um auf die Welt zu kommen. Dies geschah mitten in meiner Arbeit. Wieder waren die Diakonissen besorgt um mich und umsorgten mich. Ich kam ins Krankenhaus. Dort dann die Diagnose....Appendizitis (Blinddarmentzündung). Oh nein, mein Baby, schrie ich. So wurde ich in den Op-Saal gebracht und unter Narkose gelegt. Als ich wieder aufwachte, fühlte ich gleich meinen Bauch. Das Baby war noch drin, aber ich spürte keine Bewegungen. Ich dachte, die Narkose wirkt noch. Das Baby schläft. Ich brauchte auch eine Weile, um mich zu erholen. Ich musste eine Weile auf der Intensivstation bleiben. Mein Baby spürte ich auch nach einer Woche nicht. Aber es lebte wohl, sonst hätten die Ärzte es mir gesagt. In der zweiten Woche konnte ich in ein normales Zimmer verlegt werden, wo auch noch eine Zwillingmama lag. Wir freundeten uns etwas an. Sie sagte, dass sie keinen Jungen haben will. Damals wurde uns nicht mitgeteilt welches Geschlecht unsere Kinder haben. Ich spürte irgendwie, dass ich einen Sohn unter meinem Herzen trug und er hieß von Anfang an "Benjamin". Im Mutterhaus war so ein kleiner süsser Junge mit rotbraunen Haaren und braunen Augen. Der gewann sofort mein Herz. Ich selber habe auch kastanienbraune Haare von Natur aus, aber blaue Augen. Ich wünschte mir, wenn mein Sohn meine Haarfarbe bekommen sollte, dann bitte "braune Augen" , so wie dieser kleine Junge. Ich war total verliebt in den Kleinen. Mein damaliger Freund hatte dunkel braune Augen. Also war dieser Wunsch möglich. In der vierten Woche im Krankenhaus, bekam die Zwillingsmama vier Tage vor mir ihre Wehen. Sie wurde Mutter eines Pärchens. Das Mädchen war zu klein und kam in die Kinderklinik und den Jungen, den sie nicht wollte, bekam sie an ihre Brust zum Stillen. Er war kräftig genug. Sie war nicht sehr erfreut über ihren kleinen Sohn. Lieber hätte sie ihre Tochter. Ich versuchte sie zu versorgen in unserem Zimmerchen. ....Leider weiß ich nicht, wie die Geschichte der Zwillingsmama weitergeht. Wir haben uns nie wieder gesehen. Bei mir war es dann vier Tage später, nachts, soweit. Ich hatte  vorzeitigen Blasensprung. Sofort kam ich in den Entbindungssaal bzw. auf Intensiv, da ich eine Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) hatte. 

Die Präeklampsie ist die Hauptursache von Krankheit und Tod in der Schwangerschaft – sowohl bei der werdenden Mutter als auch beim ungeborenen Kind. Bemerkbar macht sich die Erkrankung mit Unwohlsein, Augenflimmern und Kopfschmerzen, Wasser lagert sich im Gewebe ein, der Blutdruck steigt; in schweren Fällen drohen Nieren und Leber zu versagen. Besonders gefürchtet sind Krampfanfälle, die für Mutter und Kind tödlich enden können. ..... So war es auch bei mir. Von diesem Augenblick an hatte ich keine Kraft mehr. Ich lag dann noch bis früh um 10.00 Uhr auf Intensiv. Dann entschieden sich die Ärzte bei mir einen Sectio caesarea oder auch Kaiserschnitt genannt,  zu machen. Sofort fuhren sie mich in den Op. 

Ich krampfte und hatte keine Kraft. So bekam ich wohl Beruhigungsmittel. Von dieser Schnittentbindung bekam ich alles irgendwie mit. Ich hörte mein Baby schreien. Bevor sie es aus mir herausholten, sagte ich nur noch "Benjamin". Danach fiel ich ins Koma und bekam eineSepsis (Blutvergiftung). Ich brauchte sehr viel neues Blut, aber davon bekam ich nichts mit.  Diese Zeit war sehr dunkel für mich. Ich ging auf ein Licht zu, aber es war eher dunkel. An mehr kann ich  mich nicht erinnern. Es dauerte einige Wochen, bis ich wieder zu mir kam. Ich musste neu laufen lernen. Dies dauerte auch einige Zeit. Gern hätte ich meinen Sohn kennengelernt, aber er war zu schwach und klein, ein Frühchen und lag in der Kinderklink. Und ich dürfte meine Klinik nicht verlassen. Unerreichbar für mich. Ich wusste aber, dass sie ihn Benjamin genannt habenbedeutet Glückskind. Er war nicht namenlos, als ich ins Koma fiel. Ich versuchte Milch für ihn abzupumpen, aber wegen dieser vielen Op´s, Narkosen und so weiter, hatte ich wenig Erfolg. In meiner Komazeit sorgten die Schwestern dafür aus mir die Milch zu pumpen. Benjamin sollte mit Muttermilch versorgt werden. Später spendete eine Freundin von mir, die drei Wochen vor mir ihr Baby bekam ihre Milch auch noch für meinen kleinen Sohn und brachte sie in die Kinderklinik. Ich dürfte nicht zu meinem Kind, da ich erst zu Kräften kommen sollte. Genau weiß ich die Wochen auch nicht mehr. Es waren zu viele. Eines Tages besuchte mich mein damaliger Freund, der Vater von Benjamin. Ich fragte den Arzt, ob wir kurz raus an die Luft dürfen .... spazieren gehen. Dies wurde mir auch erlaubt in Begleitung meines Freundes. Wir sollten aber nicht das Krankenhausgelände verlassen. ABER, wir waren ungehorsam.... Mein Freund war mit dem Motrrad da. So flüchteten wir in die Kinderklinik zu Benjamin, um unseren Sohn gemeinsam kennenzulernen. Ich muss dazu sagen, dass mein Bauch längst nach oben aufgeschnitten wurde und ich eine riesige Wunde hatte. Motorrad fahren war also so ein Risiko für mich. So fuhren wir los. Als wir in der Kinderklinik ankamen, lag unser Sohn noch im Wärmebettchen. Gern hätte ich ihm die nötige Wärme gegeben. Es war auch damals bei normalen Geburten nicht möglich die Kinder bei sich zu haben. Sie kamen gleich in ein anderes Zimmer und die Mütter bekamen alle vier Stunden ihre Baby´s für eine ca. eine halbe Stunde zum Stillen. Dann wurden sie wieder weggenommen. Sie durften sie weder anziehen noch waschen, wickeln usw... Heute nicht mehr vorstellbar. Weiter geht´s. Wir waren also in der Kinderklinik. Ich bekam meinen Sohn in die Arme gelegt. Er war so winzig (45 cm lang und 2270g). ABER er hatte rotbraune Haare und ganz dunkle braune Augen. Genial.... so wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Gott hatte meinen Wunsch erfüllt. Ich versuchte ihn zu stillen, aber dies funktionierte nicht. Später stellte man bei ihm noch eine schlimme Diagnose fest, so dass er mit seinem Leben kämpfte. Er konnte gar nicht trinken. Man diagnostizierte bei ihm " Pylorusspasmus".... Die Pylorusstenose beschreibt eine Verengung im Bereich des Magenausganges (Pylorus). Diese kann angeboren oder erworben sein. Sie führt zu einer gestörten Fortleitung des Mageninhalts in den Zwölffingerdarm und somit zu unstillbarem Erbrechen. Die Behandlung besteht in der Regel in einer operativen Korrektur der Engstelle. Drohender Flüssigkeitsverlust. Der Magenpförtner, Pylorus genannt, ist ein Muskel am Übergang vom Magen zum Dünndarm. Er reguliert den Transport des Nahrungsbreis. Bei einer Pylorusstenose ist der Muskel verdickt, sodass der Speisebrei nur schwer oder überhaupt nicht in den Darm gelangt. Die meist drei bis zehn Wochen alten Babys sind ständig hungrig und unruhig. Der verdickte Magenpförtner lässt sich mitunter durch die Bauchdecke ertasten. Jungen sind fünfmal häufiger als Mädchen betroffen. Die Ursache der Erkrankung ist bisher unklar. Ich bin mir heute sicher, dass meine Magersucht dies verursachte.... Als er aber keinen Urin ausscheiden konnte, sondern nur noch Blut, sagten die Ärzte zu mir, dass es sehr lebensbedrohlich für mein Baby sei und ich soll mich verabschieden. Sie können ihn in dieser Kinderklinik nicht operieren. Ein Transport in eine Spezialklink dauerte damals  ca. 2 Stunden und dies würde er nicht überleben. Am nächsten Tag wurde Benjamin dann doch nach Magdeburg in diese besondere Uniklinik transportiert. Der Kleine war ein Kämpfer. Ich betete zu Gott, dass er leben wird. Viele Wochen der Angst folgten. Zwei schwere Operationen waren notwendig. In dieser Zeit musste ich mir eine Bleibe suchen. Im Mutterhaus konnte ich nur bleiben, wenn ich mein Kind weggebe. Ich wollte aber seine Mutter bleiben und ihn lieben. So musste ich in mein Dorf zurück, wo ich aufgewachsen war und mir dort eine Wohnung suchen. Dies war zu DDR-Zeiten sehr schwierig. Zu meinen Eltern konnte ich nicht. Ich fand aber zwei kleine Zimmerchen, ohne Wasser, Strom und Heizung. Meine Omi besorgte über das katholische Pfarramt einen Ofen für mich. Wasser hatte ich im Keller. Zum Waschen fuhr ich immer zwei Zugstationen zu einer Freundin, die mir damals sehr half. Sie ist gläubig und handelte aus ihrem Herzen heraus. Gott sorgte immer um mich und stellte mir liebe Menschen auf den Weg. Ich besuchte Benjamin jeden Tag in der Klinik. Dürfte ihn aber immer nur durch eine Scheibe sehen und nie berühren, in meinen Armen halten. Das tat weh, wenn er weinte. Überall hingen Schläuche. Ich litt mit ihm. Es vergingen Monate. Als er 4 Monate alt war .... endlich .... ich dürfte in sein Krankenzimmer und ihn berühren und auch halten. Schläuche hatte er immer noch überall dran. Aber er konnte mich spüren und ich ihn. Sein Vater kam auch noch eine Weile. Wir dürften aber immer nur einzeln in seiner Nähe sein. So mussten wir uns absprechen. Dann kam der Tag, als ich ihn mitnehmen dürfte. Die Freude war gross. Gott sorgte dafür, dass ich eine Bleibe für uns zwei gefunden hatte. Die Wochen zuvor hatte ich nichts und wir hätten auf der Strasse schlafen müssen. Benjamin war in der Klinik und konnte dort versorgt werden. Ich kümmerte mich um den Rest zusammen mit Gottes Führung. Die ersten Wochen konnte ich mit Benjamin auch noch zu meiner Oma, da ihr Sohn noch im Gefängnis war. Meine Oma war gelernte Säuglingsschwester und konnte mich anleiten. Ich ging sehr vorsichtig mit meinen kleinen Schatz um. Seine Op-Narbe, die über seinen ganzen Bauch von oben nach unten verlief, entzündete sich und ich musste wieder mit ihm ins Krankenhaus. Da wo die vielen Schläuche drin waren, waren auch riesige Narben. Es entwickelte sich eine Zyste am unterem Ende seiner Op-Narbe am Bauch. Dies war sehr schmerzhaft. Erst im zweiten Krankenhaus wurde uns geholfen. Dies wurde gleich bei vollem Bewusstsein geöffnet. Benjamin schrie. Ich musste ihn festhalten. Die Ärzte taten, was sie für richtig hielten. Dies konnte ambulant gemacht werden und ich dürfte meinen Sohn wieder mit nach Hause nehmen. So langsam heielte es auch. Immer wieder dankte ich Gott, dass er lebt und wir uns haben. Diese Angriffe hörten nicht auf. Benjamin wurde tachykard. Tachykardie bedeutet anfallsweises Auftreten einer hohen Herzfrequenz, ausgehend von den Herzvorhöfen. Diese Form der Herzrhythmusstörung kann auftreten, wenn es neben dem Sinusknoten - dem natürlichen Schrittmacher des Herzens - einen weiteren Ort der Erregungsbildung gibt, der zusätzliche Signale aussendet. Diese zusätzlichen Signale bringen den normalen Herzrhythmus gewissermaßen aus dem Takt. Es kann auch passieren, dass normale Erregungen, die von den Herzvorhöfen an die Herzkammern weitergeleitet wurden, über eine Art "Rückweg" die Erregung an die Herzvorhöfe zurückgeben. Dieser "Rückfluss" führt ebenfalls zu einer Störung des normalen Herzrhythmus. Es begann ein erneuter Kampf. Auch musste ich Benjamin ständig reanimieren. 9 Jahre lang ging das so weiter mit seinem Herzen. Als Benjamin in die erste Klasse kam sind wir dann ins Erzgebirge erneut vor meiner Family geflüchtet. Inwischen hatte Benjamin auch einen kleinen Bruder, aber dazu später. Er wurde eingeschult .... aber .... da er nur im Krankenhaus lag .... bekam er vier Jahre lang nur Privatunterricht. In der Schule war er immer nur Gast. Einen Tag, vielleicht zwei, dann stand wieder das Blaulicht da und sie mussten sein Leben retten. Zu Hause war ich da. Ich weiß heute nicht mehr wie ich dies ohne Schlaf schaffen konnte ihn stundenlang zu reanimieren. Sein kleiner Bruder war auch schwer krank.... aber dazu wie schon gesagt später. Eines Tages, als Benjamin 8 Jahre alt war, sagte er zu mir: " Mama bitte lass mich nicht sterben." Was sollte ich ihm sagen? Die Ärzte waren an ihre Grenze gekommen. Niemand konnte ihm helfen. Ich kann mich an einen Nothelfer erinnern, der zu mir sagte, bitte hören Sie auf ihn immer wieder ins Leben zurückzuholen und lassen Sie das Kind sterben. Aber Benjamin flehte mich an, dies nicht zu tun. So machte ich ich immer weiter. Dann gab es Hoffnung auf eine Op in Hannover im Herzzentrum. Am 13. Dezember 1994 wurde Benjamin am Herzen operiert mit Erfolg. Ca. 17 Jahre ging es gut. Benjamin konnte Sport machen. Dann ging es ihm wieder schlecht. Einige Jahre zuvor immer mal ab und zu. Im Mai 2012 passierte erneut eine Situation. Ich war mit meinem jüngsten Sohn zum Arzt gefahren und wollte danach meine Einkäufe erledigen. ABER Benjamin sagte früh, dass er für uns alle kochen wollte und so bin ich dann erst nach Hause, um gemeinsam Mittag zu essen. Es war sehr lecker und wir freuten uns alle gemeinsam am Tisch sitzen zu können. Ich erledigte noch meine Post und wollte dann los zum Einkaufen. ABER da stand Benjamin vor mir. Er sagte nur: " Mein Herz". Ich hatte wenig Chancen ihn diesemal wieder ins Leben zurückzuholen. Wieder sorgte Gott dafür, dass Benjamin nicht alleine war und leben sollte. Die Ersthelfer waren schnell zur Stelle. Im Krankenhaus kämpften die Ärzte erneut stundenlang um sein Leben. Benjamin kam dann nach Leipzig ins Herzzentrum. Dort wurde versucht erneut zu operieren, aber dies bleib ohne Erfolg. Er kam erstmal wieder nach Hause. Nach einer Erholungszeit holten ihn Freunde, um mit ihm was an der frischen Luft zu unternehmen. Ich konnte zu einer Freundin gehen, die mich zum Grillen einlud. So konnte auch ich mal ausspannen. Das aber immer wieder versucht wurde mich in dieser Zeit, als ich bei meiner Freundin war telefonisch zu erreichen, bemerkte ich nicht. Ich hörte mein Handy nicht. Benjamin brach zusammen und seine Freunde mussten ihm helfen. ABER auch da sorgte Gott dafür, dass er nicht alleine war und das ich mich erholen konnte. Benjamin kam wieder nach Leipzig in das Herzzentrum. Wieder Op ..... dieses Mal mit mehr Erfolg. Es ist zwar immer noch kritisch. Und eine Lösung ist noch nicht gefunden aus medizinischer Sicht. Aber er wird nicht mehr tachykard. Er lebt! Eine Rehaklinik soll ihm einen Weg zeigen. Inzwischen ist er 27 Jahre alt und ein junger Mann. Leider geht er seinen Weg nicht mit Gott. ABER Gott hat einen ganz besonderen Plan für ihn vorgesehen. Da bin ich mir sicher. Und ich werde nicht aufgeben für ihn zu beten. Kurz zu meinen mittleren Sohn, Michael, der inzwischen 24 Jahre alt ist und seit 6 Jahren an der Uniklinik in Freiburg Medizin studiert. 


Er kam auf normalem Weg zur Welt. Es war eine Risikoschwangerschat. Seine Geburt dauerte 56 Stunden. Er war ein kräftiges Baby.... Er war 57 cm lang und 3320g schwer. Ich konnte ihn lange stillen. Sein Leidensweg fing nach dem Abstillen an.... Allergien, akutes Asthma und Epilepsie. Er war oft sehr schwach. Sein Leben wurde auch oft vom Tod verfolgt. Seit seinem 18. Lebensjahr geht es ihm gut und er hat seinen Weg gefunden in der Medizin. Er braucht keine Medikamente mehr. 

Meine Geschichte hat noch lange kein Ende, aber ich wil mich kurz fassen. 

Im Februar 1996 fand ich einen Säugling. Er war ca. eine Woche alt. In ihm war kein Leben mehr. Eine Freundin war dabei. Ich reanimierte ihn. Meine Freundin sagte:"Hör auf. da ist nichts mehr." Aber ich hörte nicht auf. Der Kleine kam zurück und schaute mich an und suchte bei mir seine Milch. Ich kümmerte mich um ihn und gewann sein Herz. Körperlich war er damals in einem sehr schlechten Zustand. Seine Haut war vom Bauchnabel an nur noch zum Teil rohes Fleisch.  Es lief ca. 7 Monate übers Gericht, dass er bei mir bleiben dürfte. Heute ist er fast 17 Jahre alt. Ein sehr hübscher und intelligenter Kerl. Sehr musikalisch. Er spielte schon Klavier, als er noch in den Windeln lag. Sein Lieblingsintrument ist die klassische Gitarre. Er komponiert. Egal, welches Instrument er in die Finger bekommt.... Geige usw.....Er fängt einfach an zu spielen. Sicher gibt es arg soziale Probleme mit ihm. Es fällt ihm schwer sich unterzuordnen. Er hat keine Identität. Ich denke auch, dass sein Herz da geheilt werden muss. Jesus lässt er nicht in sein Herz rein. Ich segne ihn viel. In einem Jahr will ich ihn dann adoptieren. Zur Zeit läuft es über eine Pflegschaft übers Jugendamt. Ich liebe ihn wie meine eigenen Söhne. Er gehört zu uns.

Kurz noch zu meiner Geschichte. Am 26. April 2002 war ich im Krankenhaus..... Es folgten mehrere Op´s. Eine Woche nach meiner letzten Op .... kurz vor meiner Entlassung erlitt ich einen Herzstillstand. Zum Glück war ich im Krankenhaus. Die Ärzte holten mich wieder ins Leben zurück. Seitdem lebe ich mit einen Herzschrittmacher. Bereits den zweiten. Als ich meinem Herzstillstand hatte. Mein Leben lief rückwärts, wie bei einem Film. Das letzte Bild, welches ich noch in mir habe ist, dass mein jüngster Ball spielte und zu mir nach oben die Hände reichte. In diesem Moment hatten die Ärzte mich zurückgeholt. Wahrscheinlich wurde ich noch gebraucht. ..... Ich komme zum Schluss. Was will ich sagen? Gott ist immer dagewesen. ER war niemals weg, auch wenn ich nur eine Fußspur im Sand gesehen habe..... dann wurde ich immer von GOTT getragen. Es gibt immer noch Angriffe, wo man glaubt dies nicht auszuhalten, Krebs-Op letzten Jahres und erneuter Befund,  aber ich gebe nicht auf. Werde immer wieder neu vertrauen. Gott hat so viel in meinem Leben getan und wird es auch weiter tun, weil ER mich liebt. 

Es entspricht nicht dem Gott der Bibel, dass er Menschen mit schweren Schicksal quält, um sie gefügig zu machen. Jesus kam zu den Menschen, um ihnen zu zeigen, wie sehr Gott sie liebt. Jesus kam, um zu helfen, zu heilen und zu retten. Und Gott will auch heute noch eingreifen:" Rufe mich an in der Not, ich will dich retten!" (Psalm 50,15) 
Gott erlöst einem nicht von allem Leid, das in der Welt steckt. ABER er reicht einem die Hand. Er bietet seine Hilfe und seinen Beistand an. Er führt einen durch schwere Zeiten hindurch und er kann auch aus Leid etwas Gutes bewirken. Man muss ihn nur darum bitten. 
Gott hat durch das Leiden und Sterben von Jesus Christus deutlich gemacht, dass er mit uns leidet. Er erklärt uns nicht alles, er verschont uns nicht vor Leiderfahrungen, aber ist immer der "innig mitfühlende Gott" (Jakobus 5,11) mit offenen Herzen und offenen Armen für die, die am Leben verzweifeln. Er ist nie weiter als ein Gebet von unserer Zerbrochenheit entfernt. 

Gott spricht durch das Leid 

Leid ist also nie, was Gott wollte. ABER jetzt, wo es schon einmal da ist, spricht die Bibel auch davon, dass Gott Leid braucht, um "eine taube Welt aufzuwecken" .... Gegenfrage .... " Warum lässt Gott all das Gute zu? .... Durch Notsituationen stellen sich Menschen die Frage nach Gott. Kriege, Naturkatastrophen und andere Unglücke führen oft dazu, dass Menschen in ihrer Not wieder beten. 
 
  lieber Gott...


...in all meinen Anliegen willst Du mich begleiten...
...mein Herz darf voller Zuversicht sein -
voller Vertrauen schaue ich auf meine Fehler und Unzulänglichkeiten. Nichts davon hat gegen Dich Bestand - alles was mich von Dir trennt willst du verwandeln...
Nichts wird sich auf die selbe Weise begegnen.......
nichts wird in deiner Schoepfung Bestand haben - nur Du...Du, der mich die Liebe ahnen lässt, die wirklich hält...dort wo mein Leben vergeht...
 
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